Also schreib ich mal wieder.

Allerdings zeige ich diesmal auch Bilderchen (die selbst auch wertlos sind, aber mehr Inhalt vorgaukeln) und deswegen sage ich euch nur wo ihr das lesen könnt.

http://www.mnm.at/markus/update_20050115/update_20050115.html (Benutzer=gast Passwort=gast)

Was ist also in den letzen zwei Monaten passiert.

Kurz zusammengefasst: nichts erzählenswertes.

Also bis zum nächsten Mal.

Baba, Markus



Unnötig in die Länge gezogen, und vieles manchen in Teilen oder ganz bekannt:

Ich bin also, wie bekannt, am 4. Oktober nach Sydney geflogen. Dabei hatte ich das Glück, über 10 Stunden in Kuala Lumpur bleiben zu dürfen. Somit bin ich dort in der Früh angekommen und in die Stadt gefahren. Ich habe mir eine Kamera gekauft, bin in der Gegend herumspaziert und habe mich dann vor dem damals noch höchstem Gebäude der Welt fotografiert.


Gegen 10:00 war es schon so heiß, dass ich meinen Kreislauf langsam dahinscheiden fühlen konnte und komplett nass geschwitzt war. Ich habe mir nachher am Flughafen ein neues T-Shirt kaufen müssen und mich dort auch in einer Dusche von einer Salzschicht befreien müssen.

Später kam ein Flug über Australien:




Das Foto in der Mitte ist genauso scharf wie die anderen beiden Bilder. Die komischen Streifen, die so aussehen, als hätte wer auf einem beschlagenen Fenster Streifen weggewischt, sind am Boden (Und die Bilder sind von Ende Oktober).



In Sydney selbst habe ich erst einmal mein beiges Laiberl zum Trocknen aufgehängt und wie wild Wohnungen angeschaut und die meisten Nächte in einem Hotel in Annandale verbracht.


Das Zimmer war recht nett und hatte auch eine Kochnische. Für all die, die mit dem Emigrieren nicht viel Erfahrung haben:
Nach etwa einem Jahr in 134 m², auch wenn man dort zu zweit haust und natürlich dauernd aus Platznot aneinander pickt, ist ein Zimmer wie dieses nicht beeindruckend. Auf Grund einer netten Freundin, konnte ich mich in Wien bereits 2 Monate lang auf eine winzige Wohnung vorbereiten. (Alles bereits seit Jahren geplant. Ich überlasse nichts dem Zufall.).
Nun lebe ich also in diesem Zimmer und suche Wohnungen, die nicht wesentlich billiger, aber wesentlich kleiner und hässlicher sind. Ich glaube, man erkennt das Dilemma. Ich hätte mich vielleicht nicht an den Küchenschaben gestört oder den herunterkommenden Verputz, oder dass die Wohnungen 15 m² groß waren (Bad und Kochnische eingerechnet). Aber wenn man dafür dann auch noch umgerechnet 430 Euro pro Monat zahlen soll, dann ist das unerfreulich. Trotzdem habe ich mich dann für eine Luxuswohnung mit etwa 25 m² und relativ frei von Defekten entscheiden können, die sogar noch mehr kostet.


Das Preisleistungsverhältnis verbessert sich schnell mit der Anzahl der Räume, der Wohnungsfläche und der Distanz zum Zentrum der Stadt. Ich habe um 530 Euro pro Monat auch ein kleines Haus (2 Schlafzimmer) besichtigt, das nicht einmal weit weg war.













Also ich bin gaaanz nah am Zentrum und ich hatte bis vor einer Woche keine Küchenschaben und ausreichend Platz.
Ich muss halt nur etwa 15 Minuten lang meine Hände rituell waschen, nachdem ich eine von diesen 5 mm kleinen Babyschaben mit dem Finger zergatscht habe.
Der Ablauf ist ein etwa folgender: Ich komme von irgendwo abends/nachts nach Hause. Ich ziehe im Dunkeln meine Schuhe aus. Dreh das Licht auf und stürme in die Kochnische. Zerdrücke eine Schabe und reiß alle Kastln auf, falls ich keine auf der Arbeitsfläche gefunden habe. In den letzten Tagen ist es recht still geworden und es ist sicher 72 Stunden her, seitdem ich Schabenteile zwischen den Fingernägeln hatte. Ich weiß ich auch gar nicht, was sich so eine Küchenschabe in meiner Küche erwartet. Zum Essen finden sie nichts, was nicht in drei Schichten luftdichten Säcken und einem luftdichten Plastikbehälter verpackt ist. Ich habe die These gehört, dass die kleinen Racker aus dem Abfluß kommen und auf Erkundungsreise gehen. Ich denke, dass irgendwo eine große Mamaschabe ihre kleinen Lieblinge vermisst.
Aber egal, wir haben halt unseren Spaß.

Gegen aller Vernunft habe ich mich in den ersten Tagen in meiner eigenen Wohnung für die Nähe zu einer Pflanze entschieden. Man sieht sie auf meinen Computertisch, auf dem sie sich aufhalten durfte, wenn ich sie nicht am Fensterbrett die Sonne genießen lassen habe. Es war es keine lange Beziehung. Ich habe mich schon sehr an sie gebunden, aber sie hatte Depressionen und ein Windproblem. Es war eine sehr schmerzhafte Entdeckung, als ich nach einem Einkauf nach Hause gekommen bin und sie nicht mehr in der Wohnung war. Anfangs habe ich sie ein paar Tage lang noch mit Wasser besprenkelt, ich kann halt einfach nicht loslassen, auch wenn schon alle Zeichen auf Abschied nehmen deuten. Sturheit? Romantischer Träumer?
Ich konnte es einfach nicht ansehen, wie diese Schönheit ohne meine liebevolle Pflege langsam in der Sonne verdorrt.

Ich bin dann zur Ablenkung, nachdem ich endlich meine Wohnung und meinen Internetanschluß hatte, nach Wien geflogen, um mich von meinen Geschwistern befeiern zu lassen und Katzen zu hypnotisieren (sie hat schon diesen leicht damischen Ausdruck).

Mitte November war ich wieder in Sydney und habe 10 Tage und 10 Nächte lang den Jetlag meines bisherigen Lebens gehabt. Dann war schon fast Dezember und ich habe meine persönlichen Daten gelöscht, weil ich dumm bin und Pech hattet. Alles, was ich originelles zwischen Anfang Oktober (The Day of The Last Backup) und Ende November von mir gegeben habe ist nicht mehr Realität, sondern im Äther. Daher weiß ich natürlich auch nicht, wem ich was alles geschrieben habe bzw. wie sehr ich mich wiederhole bzw. sich meine Lügen mit denen vom letzten Mal decken.

Aber warum ist mein Leben gar nicht spannend:
Seitdem Ende meines Jetlags unterscheidet sich mein Leben nicht mehr von euren. Außer, vielleicht, dass ich, wenn ihr arbeitet, am Strand liege und Buch lese.
Mein normaler Tagesablauf:
Ich stehe irgendwann gegen 10:00 oder 11:00 auf, schäle mir ein paar kleine Garnelen ( vorher / nachher ), esse eine Mango oder einen Kilobecher Mango- oder Maracujajoghurt. Kompiliere wieder einen Linux-Kernel, um meine Webcam unter Linux zum Laufen zu bekommen (ACPI geht immerhin schon problemlos!), gehe dann zum Strand, zum Beispiel Coogee ( „Kuhtschieh“ 1 und 2 (Alex: Teil 1 des Auftrags ausgeführt ) ) und lese ein Buch. Viele Stunden später gehe ich wieder nach Hause und erfreue mich mit einem Glas Saft, der wirklich gut und normalerweise rein australisch ist. „Australian Owned“ und „Australian Manufactured“ ist hier sehr wichtig.
Wenn ich dann durch den Stress des Tages geschafft bin, lege ich mich mal kurz hin, um später den Abend richtig genießen zu können.
Die Abendgestaltung ist dann wieder eurer ähnlich, ich gehe z.B. auf ein Bier in ein Pub, in eine Disco, ins Kino (vor der Vorstellung) oder auf ein Konzert z.B. Dresden Dolls .
Die Dresden Dolls kenne ich seit 2 Monaten und bestehen aus Amanda und Brian. Amanda ist später vor mir auf der Bar gestanden und ich habe ihr unter den Rock schauen können. Ich bin jetzt etwas besonderes. (I am so golden.) Leider hat sie ihre Bierflasche dem Typen neben mir zum Halten gegeben. Dadurch war es nur ihm möglich, während sie vor uns gestanden ist und gesungen hat, seine Zunge in die Flasche zu stecken und nicht, wie es Amanda sicher eigentlich wollte, mir. Der Typ, der mich etwas an den Menschenhautschneider aus „Schweigen der Lämmer“ erinnert hat, did freak me out, a little. Vielleicht war es der Haarschnitt, die Schminke oder der Nagellack. Stellt euch einen Marty Feldman zwei Köpfe kleiner, minus Muskeln, hauchdünn mit tuntigem Accessoires und weinerlichem Gesicht und Gestiken vor. Das wäre dann noch nicht annähernd so freakish wie mein Amandamitbewunderer. Nachdem Flaschenhalten, Flaschenstreicheln, Flaschencunnilingus und Flaschenfellatio – ab da wollte ich die Flasche eh nicht mehr - hat er sich gar nicht mehr beruhigen können, als Amanda, die Heilige, einen Kuss mittels ihrer Fingerspitzen von ihrem Mund zu seinem transferiert hat und im die triefende Flasche abgenommen hat. Er hat fast geweint und hat sich immer mit der Rückseite seiner Finger über seinen Körper und sein Gesicht gestreichelt, wenn er nicht gerade mit seinen Händen hysterisch sein Gesicht gehalten hat. Von den Liedern her sind die Dresden Dolls nicht die Bombe, aber ein tolles Erlebnis und eine tolle Show. Bist du deppad...
Ich glaube ich bin irgendwie selbst schuld, dass Amanda nicht mich mit ihren beküssten Fingern berührt hat - nach ihm wollte ich das auch gar nicht mehr (schmoll) -, weil ich ab einem gewissen Moment ihn durchgehend mit weit geöffneten Augen und leicht geöffnetem Mund angestarrt habe. Oder sie wollte sein Leben ändern und sein Ego boosten. (Ja, ich bin eifersüchtig. Ich dachte, Amanda liebt nur mich.)

Aber manches ist hier auch sehr anders als in eurem Leben: Terrorangst, UV-Schutz-Garantien auf Kleidungsstücken, Spar, Kakadus, die wie Tauben bei uns in der Gegend herumfliegen und lautstark kreischen.

Und wenn wir schon am Boden der Realität gelandet sind: Die Wahrheit ist, dass ich nicht jeden Tag am Strand bin, da es manchmal so heftig regnet, wie ich es bereits aus Florida oder auch von den Philippinen kenne. Es ist auf jeden Fall beeindruckend, wenn 1 m³ Luft zu 75% aus Regentropfen zu bestehen scheint.



Zu Weihnachten war ich auf einem Weihnachtsmarkt und, nachdem ich meine Mutter überzeugen konnte, keine Kekse zu schicken (in etwa so legal, wie Heroin nach Malaysien zu schicken), musste mich mit dem Abbild wunderschöner Kekse zufrieden geben. Das Foto hat mir eine Freundin geschickt hat, nachdem ich sie mehrmals erfolglos um Nacktfotos gebeten habe. Ich hoffe, ich muss jetzt nicht für das Veröffentlichen des Bildes dieser Kunstwerke blechen. Bei einem Nacktfoto wäre ich übrigens diskreter gewesen.


On Christmas Day habe ich eine typische Christmas Day Party (Mittag bis morgens) in einem Hostel miterlebt und so viel geraucht und getrunken wie insgesamt in den sechs Wochen davor. Es war eine Orgie. Und es gab mehr als keinen Moment an dem ich aufdringliche Frauen, Mädchen, Burschen und Männer nur durch Handkantenschläge von meinem schon damals goldbraunen Körper abwehren konnte. Gegen Ende war der Boden des Hostels wie ein großer verwachsener Körper der aus hunderten Armen, Köpfen und Beinen zusammengesetzt wurde. Ab dem Moment war es selbst mit meiner Einstellung schwierig, keinen Körperkontakt zu haben, wenn man von A nach B wollte, da man not gedrungen auf 5 Hände und 3 Füße gestiegen ist.
Etwa ein/zwei Tage später hatte ich Fieber und alles war oasch.



Zu Sylvester habe ich mich kurz aus meiner Hausdisco und der Life-Band (k.A. (äh Trashmetal?) und „National Pornographic“ funky Rock?) entfernt und bin dann zum Embarkationpark gegangen. Der ist bei mir in der Nähe und hat teilweise direkte Sicht auf die Harbour Bridge. Dort bin ich dann vereinsamt und alleine zusammen mit hunderten anderen Menschen herumgestanden und habe das Spektakel bewundert. Jede größere Explosion (die Brücke mit Zoom) hat Chöre von Aaahs. und Wooohs und dergleichen ausgelöst. Es war wirklich schön (in der Mitte die Brücke). Nächstes Mal schaue ich es mir aber von näher an. Im Botanic Garden und an all den beliebten Orten, kommen die Leute schon um 15:00 mit Picknickkörben, um sich gute Plätze zu reservieren. 2006 würde ich gerne auf Shark Island beginnen, auch wenn es nicht wenig kostet. Es gibt hier wirklich viele Veranstaltung mit Dinner und Feier inklusive, meistens mit Preisen um die 50-60 EUR. Nachher habe ich mich wieder in meine Hausdisco bewegt, das Konzert weiter angehört und zusammen mit Bekannten, die ich dort zufällig getroffen habe, über alles mögliche unterhalten, was nicht mit Neujahr zu tun hat. (Der Titel der Veranstaltung war „Fuck N.Y.E.“ Also haben wir New Year's Eve brav ignoriert.) Da ich (vor und nach Sylvester) krank war, habe ich nicht lange durchgehalten und bin schon bald mit wehmütigen Erinnerungen an letztes Jahr bei Judith und Christian eingeschlafen. Das Feuerwerk in Sydney war besser als irgendeines, das ich bisher gesehen habe. Offensichtlich wurden mehre Abschussbasen auf die Zehntelsekunde genau koordiniert und es gab nichts, was nicht in mehreren Farben gefunkelt hat.
Aber all das hat die Abwesenheit meiner Freunde nicht wettmachen können. (Schmalz, Schmalz)



Oh, ein Erlebnis, dass irgendwie auch langweilig ist, aber irgendwie etwas ungewöhnliches für mich ist:

Ich wurde in einen Striptease-Club verschleppt.
Ich lebe ja praktisch neben der Straße der Striptease-Clubs und gehe am Weg zur Bahn immer an vielen Clubs vorbei. Ich werde dabei zu jeder Tageszeit von freundlichen Türstehern und Prostituierten nach meinem Interessen oder Wünschen gefragt. Manchmal ignoriere ich das, manchmal grüße ich freundlich und manchmal sage ich sowas wie: „Nein, danke, meine Milch wird sonst sauer.“ (Wenn ich z.B. gerade vollgepackt mit Lebensmitteln vom Supermarkt komme.)
Ich war nie auch nur irgendwie versucht doch ja zu sagen.
Nach einem Besuch in meiner Hausdisco wurde ich von Bekannten überredet, in den Showgirls Club mitzukommen.
Der Eintritt war frei und ich wurde auf ein Bier eingeladen. Also ist ein wesentlicher Teil meiner Abscheu weggefallen. Moralische Bedenken waren nie da, auch wenn ich den Sinn von Striptease bisher nicht verstehen konnte und mir nicht sicher bin, ob die Tänzer ausgebeutet werden, oder eben effizient die Eigenarten von manchen Besuchern ausnützen.
Es war das erste Mal, dass ich in Sydney in einem Lokal war, wo Musik gespielt und Alkohol ausgeschenkt wird und ich nicht meinen Ausweis zeigen musste. Wir waren eine Truppe mit Mädchen und Buben im Alter von 18 bis 33 und keiner musste seinen Ausweis herzeigen.

Also, was soll ich schreiben (außer nichts):
Es war mein erster Striptease-Club.
Bis auf 50% der Besucher war es nicht wirklich abstoßend.
Selbst das 35/45-jährige Ehepaar, dass mich scheinbar angebaggert hat, hat mich nicht wirklich gestört. Er war eh viel zu betrunken, als dass das noch was geworden wäre.
Der Blick in eine Gebärmutter hat mich bisher nicht wirklich interessiert und letztendlich war es ohne Taschenlampe ohnehin zu dunkel und somit war irgendwo im oberen Stück des Gebärmutterhalses zu wenig Licht, um das Laiengynäkologiewissen aktuell zu halten.
Kurzum: Ich war jetzt halt finally in einem Striptease Club und das war es.



Vorvorgestern war ich Kleidung einkaufen und an sich ist das speziell uninteressant, selbst für Leute, die es als interessant empfinden, mein Leben in solchen Details mitzuverfolgen. Aber ich denke, dass es manches offenbart, wenn man sich das Ergebnis ansieht. Ich habe auf jeden Fall nicht wenig Geld ausgegeben und werde wohl bis zur nächsten Visa Rechnung meinen Broker ein bisschen bares freimachen lassen müssen.


(Ich blinzle etwas, da ich gerade von Vögeln attackiert werde. Deswegen sehe ich nicht so cool aus, wie sonst, auch wenn ich gerade zu meinem Vogelrevolver greife. Ziehe ich links?)

Ja, ich denke ihr seht es. Nein??? Wer bist du? Ich mein, wie deutlich kann es noch sein? Ich trage ein gelbes Laiberl !?!! Gelb!

Ich bin ja vor etwa 1-2 Jahren nach langer jahrelanger Vorarbeit durch Dritte zu beigen Laiberln gekommen, die meinen, aus grauen, schwarzen, blauen und weißen Laiberln bestehenden Laiberlvorat farblich extrem aufgewertet haben. Und als ich da so hunderte von Dollars ausgebe, sehe ich ein grell oranges kurzärmliges Hemd von einem Ralph L.. Da wusste ich: Ich will das. XXL passt mir allerdings trotz verschiedener Mango- und Garnelen-Orgien noch immer nicht und somit konnte ich Ralph mein Geld nicht aufdrängen. Daher habe ich einfach ein gelbes Laiberl gekauft.

Gelb. Ich finde das so irre. Ich mein, wie offensichtlich kann es noch werden!?! „M-i-d-l-i-f-e C-r-i-s-i-s“, falls ich es für euch „have to spell it out“. Aber auch etwas schockiert bin ich über die Planlosigkeit und auch die fehlende Konsequenz, auf die ich doch sonst so viel Wert lege:

a) Was habe ich den jetzt vor? Was kann ich denn jetzt überhaupt noch verrücktes machen, wenn ich jetzt schon ein gelbes Laiberl gekauft habe? Mein offensichtlicher Drang mein Leben voller Farbe und spannenden Dingen aus dem tristen Arbeiten, Essen, Schlafen Rhythmus herauszuholen, wird da wohl nicht bei einem gelben Laiberl Stopp machen. Was kommt also als nächstes, um mich wieder jung zu fühlen? Ein Flinserl? Ein Nasenstecker? Eine um dreieinviertel Jahre jüngere Freundin?
Männer können sich ja so lächerlich machen, wenn sie in dieses problematische Alter kommen.

b) Wieso habe ich mich so unter meinem Preis verkauft? Gelb statt Orange? Das ist so, als wäre ich rollig und statt die mir zustehende schönste Schönheit anzulächeln (wie sonst immer), nehme ich die Zweitbeste!? So habe ich das nie gemacht, weder bei Schönheiten noch sonst was gab es bei mir je Kompromissbereitschaft, warum plötzlich bei Laiberln?

Mir fällt gerade ein, dass ich lange Zeit ein Coca-Cola rotes Laiberl getragen habe. Ich nehme an, es hat sich in vielen Löchern aufgelöst. Allerdings war mir damals meine Kleidung egal und jetzt kaufe ich Schwuchtel plötzlich Kleidung nach Farben. Vermutlich lasse ich Weichling mir jetzt auch noch Dauerwellen machen, weil ich mit einem Lockenkopf niedlicher und jünger aussehe.

Tja. Das war es schon wieder. Mein Leben im Schnelldurchlauf. Durch das offensichtliche Fehlen von irgendetwas Erzählenswertem, bin ich der Meinung, dass ich jetzt von solchen Berichterstattungen befreit bin.

Vielleicht ist es noch etwas früh es schon zu verkünden: Ich habe seit gestern einen neuen Mitbewohner:




Sie hat noch keinen Namen, weil ich noch etwas Angst habe, mich so schnell wieder zu binden. Ich nenne sie vorerst Toppflanze2 und da sie keine Sonne mag, bleibt sie erst einmal neben den Ikea Teelichtern auf dem Ikea Couchtisch stehen.